![]() |
Stoppt sinnlose Tiertransporte
durch Europa |
![]() |
|
Die Reise in den Tod Über 250 Millionen Schlachttiere - Rinder, Schweine, Schafe, Pferde,
Hühner und andere Geflügelarten - werden jährlich quer
durch Europa und über die Grenzen hinaus transportiert. Transporte
von weit über 70 Stunden, bei denen die Tiere in mehrstückigen
LKWs eng eingepfercht sind, sind keine Seltenheit. Ein Weg von Deutschland
nach Italien und von dort per Sehiff in den Nahen Osten ist nur ein
Beispiel für die langen Strecken, die Tiere unter grausamsten Bedingungen
zurücklegen müssen - allein aus Profitgier. Mit der Verladung der Tiere auf den Transport-LKW beginnt ein unglaubliches Martyrium. Die enorm unter Stress stehenden Tiere werden meist mittels Schlagstöcken und elektrischen Stromstößen auch in Augen, Nase oder Geschlechtsteile vorangetrieben. Viele der Tiere rutschen auf der steilen Laderampe aus und tragen offene Wunden und sogar Knochenbrüche davon. Obwohl die verletzten Tiere Schmerzen leiden und zum Teil nicht mehr gehen können, werden sie dennoch weiterverladen. Bis zu zehn Prozent der Tiere verenden noch vor der Ankunft am Zielschlachthof qualvoll an Wassermangel, Verletzungen oder den unerträglichen Temperaturen. Ursachen dafür, dass Tiere heute in tierquälerischen Transporten über riesige Distanzen transportiert werden, sind die zunehmende Spezialisierung der Betriebe und die Zentralisierung der Schlachthöfe. Ausschlaggebend sind darüber hinaus auch finanzielle Anreize. Schlachttiere werden jeweils zu dem Schlachthof transportiert, der den grüßten Gewinn verspricht, selbst wenn dies bedeutet, dass die Tiere dafür quer durch Deutschland oder über die Grenzen hinausgekarrt werden müssen. Niedrige Einkaufspreise für Schlachttiere aus osteuropäischen Staaten und hohe Verkaufspreise in westeuropäischen Staaten lassen Deutschland außerdem zu einer hochfrequentierten Durchgangsstation für europäische Tiertransporte werden. Statt drastischer Maßnahmen zur Unterbindung solcher Transporte, gibt es noch finanzielle Anreize durch großzügige Subventionen. Wegen der Überproduktion in Europa möchte die EU erreichen, dass möglichst viele Rinder in Drittländer exportiert werden. Da die europäischen Preise aber nichf auf dem Weltmarkt konkurrieren können, wird der Handel subventioniert - der Export lebender Tiere wird zum guten Geschäft. Sie können helfen, die sinnlose Tierquälerei zu beenden: Schränken Sie Ihren Fleischkonsum ein, und kaufen Sie kein "Billigfleisch". Erkundigen Sie sich, wo Sie Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren aus Ihrer Region kaufen können. Eine Liste der Betriebe, die sich dem NEULAND-Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung angeschlossen haben, erhalten Sie in der Bundesgeschäftsstelle vom DEUTSCHEN TIERSCHUTZBUND e.V. Kaufen Sie nur Rindfleisch, bei dem in der Angabe "Geboren in ..., gemästet in ..., geschlachtet in ..." dasselbe Land steht bzw. das die Angabe "Herkunft ..." enthält. Diese Tiere wurden im selben Land geboren, gemästet und geschlachtet. Ihnen wurden länderübergreifende Langstreckentransporte erspart. Sprechen Sie mit Ihrem Fleischwarenhändler. Erklären Sie ihm, dass Sie gerne bereit sind, für Fleisch aus tiergerechter Nutztierhaltung etwas mehr Geld auszugeben. |